Dominik Wachholder in den USA

Dominik Wachholder, Student der Wirtschaftsinformatik,
berichtet über seine Erfahrungen beim Auslandsstudium in den USA:

 

Schon zu Beginn meines Wirtschaftsinformatik-Studiums an der Johannes Kepler Universität Linz (2008) war mir klar, dass ich einen Teil davon im Ausland absolvieren möchte. Sowohl die persönliche und kulturelle Weiterentwicklung als auch die Vertiefung meiner Englischkenntnisse standen für mich dabei immer im Vordergrund. Aber auch die Wichtigkeit von Auslandserfahrungen in Bezug auf die aktuelle Arbeitssituation bestärkte mein Vorhaben.

 

Nach dem Lesen einer Vielzahl von Erfahrungsberichten ehemaliger AustauschstudentInnen beziehungsweise Diskussionen mit FreundInnen und Bekannten bewarb ich mich Ende 2009 für ein Auslandsjahr in den USA. Neun Monate später begann ich mein Abenteuer und saß im Flugzeug nach Amerika. Ich wurde für zwei Semester als Austauschstudent an der Middle Tennessee State University zugelassen. 

 

Die Middle Tennessee State University (MTSU) liegt im Herzen des US-Bundesstaat Tennessee und wurde 1911 gegründet. Die Universität zählt derzeit rund 24.000 Studierende, die zum Großteil direkt am Campus, aber auch in unmittelbarer Nähe liegenden Apartments wohnen. Da die StudentInnen im Zentrum aller Bemühungen stehen, bietet die MTSU neben einer ausgezeichneten Ausbildung und hervorragenden Lehrenden auch zahlreiche Möglichkeiten hinsichtlich der Freizeitgestaltung: Diverse Sportstadien, ein Gesundheits- beziehungsweise Fitnesscenter und ein Kino direkt am Campus sorgen für reichlich Unterhaltung. Regelmäßig organisierte Events runden das Leben am Campus ab.

 

Während meines Auslandsaufenthalts hatte ich nicht nur die Möglichkeit, meine Englischkenntnisse zu vertiefen, sondern auch die Chance, kulturelle Erfahrungen zu sammeln und persönlich zu wachsen. Die intensive Zusammenarbeit von StudentInnen in diversen Projekten im Zuge besuchter Lehrveranstaltungen und die mit AmerikanerInnen und anderen AustauschstudentInnen verschiedenster Nationalitäten verbrachte Freizeit boten Abwechslung in jeder Hinsicht. Besonders zu schätzen lernte ich die Offenheit der amerikanischen Kultur. Schnell knüpfte ich Kontakte und schloss neue Freundschaften. 

 

Das großartige Angebot an organisierten Kurztrips - sowohl im sportlichen als auch  im kulturellen Kontext - eröffnete mir weitere Möglichkeiten das Leben in den USA und somit auch die amerikanische Kultur kennenzulernen. Campingausflüge, Klettertrips, Kultur- und Partyurlaube boten mir Einblick in zahlreiche Facetten des “American Way of Life”. Ich durfte auch ein traditionelles Thanksgiving Dinner im Kreise der Verwandten eines amerikanischen Freundes erleben. 

 

Als krönenden Abschluss machte ich mich mit drei Freunden per Auto auf den Weg quer durch die USA. Memphis, Las Vegas, Los Angeles, Monument Valley und der Grand Canyon sind nur einige wenige Städte beziehungsweise Sehenswürdigkeiten, die wir auf unserem 7500 Kilometer langen Road Trip besuchten. Ich genieße noch heute die Erinnerungen an das unvergessliche Erlebnis. 

 

Auch wenn die Organisation eines Auslandsaufenthalts einen nicht unerheblichen Aufwand verursacht, kann ich überzeugt versichern, dass sich jede zusätzlich investierte Minute lohnt. Die Erfahrungen, die während eines solchen Aufenthalts gemacht werden, sind unbezahlbar.

Dominik Wachholder